Buergerstiftung Hellweg Region:
Präventionsprojekt erfährt große Resonanz
Die Bürgerstiftung Hellweg-Region und der Deutsche Kinderschutzbund Kreisverband Soest initiieren und unterstützen gemeinsam ein theaterpädagogisches Präventionsprojekt gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen.

Am 16.11. hatten Bürgerstiftung und Kinderschutzbund Grundschulen der Region in die Volksbank eingeladen um das Projekt vorzustellen.
Vertreter und Vertreterinnen von 16 Grundschulen waren gekommen.
Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung durch die beiden Vorsitzenden, Dr. Gerd Haumann und Hans Meyer, wurden von den Schauspielern der theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück Szenen aus dem für die 3. und 4. Grundschulklasse entwickelten Theaterstück Mein Körper gehört mir vorgeführt.
In dem Stück werden Kinder über ihre Rechte aufgeklärt, mögliche Gefahren und Wege zur Hilfe werden aufgezeigt und Kinder lernen wie sie sich schützen können.
Das alles wird den Schülerinnen und Schülern kindgerecht durch erfahrene Theaterpädagogen nahe gebracht.
Die Vorstellung stieß auf große Resonanz bei den anwesenden Vertreterinnen und Vertretern der Grundschulen. 13 Schulen erklärten bereits am gleichen Abend das Präventionsprojekt im kommenden Jahr an ihren Schulen durchzuführen.

Zum Hintergrund und zur Zielsetzung des Projektes stellte die Zeitung die nachfolgenden Fragen an die beiden Vorsitzenden Dr. Gerd Haumann und Hans Meyer

Frage an Herrn Dr. Haumann:
Warum engagiert sich die Bürgerstiftung für dieses Projekt?

Das Projekt entspricht voll und ganz unseren Zielsetzungen, nämlich ehrenamtliches Engagement stärken und Initiative zeigen für das Gemeinwohl der Menschen, vor allem der Kinder und Jugendlichen in unserer Region. Als der Kinderschutzbund daher auf uns zu kam, stand für uns außer Frage, dass wir uns gerne als Projektpartner engagieren, zumal ja auch die derzeitige intensive Debatte zu diesem Thema dessen Bedeutung für unsere Gesellschaft aufzeigt.
Ich freue mich daher sehr, dass mittlerweile bereits 15 Schulen ihre Teilnahme an dem Projekt zugesagt haben.

Frage an Herrn Meyer:
Wie kam es zu diesem Projekt?
Seit gut 2 Jahren ist der Kinderschutzbund Träger der Fachberatungsstelle gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Der Beratungsbedarf ist riesig. Leider muss man hinzufügen, denn hinter jedem Fall stehen zumeist erschütternde, das ganze Leben prägende Ereignisse. Diese Beratung und die Hilfe in Krisensituationen sind natürlich sehr wichtig und hilfreich für die Betroffenen, d.h. all die, die sich öffnen können und wollen. Allerdings ist das Dunkelfeld, also die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die sich - aus welchen Gründen auch immer - nicht offenbaren, nach wie vor sehr hoch. So geht die Weltgesundheitsorganisation für Deutschland von einer Millionen betroffenen Jungen und Mädchen aus, die sexuelle Gewalt erlebt haben oder erleben. Dies bedeutet, dass bundesweit pro Schulklasse von 1-2 betroffenen Kindern auszugehen ist. Das können und dürfen wir nicht hinnehmen. Um zukünftigen Gefahren vorzubeugen, ist daher eine direkte, unmittelbare und frühestmögliche Aufklärung und Stärkung der Kinder erforderlich. Genau diesem Zweck dient unser Projekt.

Frage an Herrn Meyer:
Warum wird das Angebot gerade für die 3. und 4. Grundschulklassen gemacht?
Nach den bundesweiten Statistiken, die sich weitgehend auch mit unseren Zahlen decken, sind ca. 60% der von sexueller Gewalt betroffenen Kinder und Jugendlichen zwischen 7 und 12 Jahre alt, d.h. mit Erreichen des Grundschulalters besteht das erhöhte Risiko Opfer sexueller Gewalt zu werden. Wir sind davon überzeugt, dass das angebotene Theaterstück Mein Körper gehört mir, die Schülerinnen und Schüler ermutigen wird, ihren Nein-Gefühlen uneingeschränkt zu vertrauen, anderen davon zu erzählen und sich Hilfe zu holen. Damit wird frühzeitig ein wichtiger Beitrag zum Schutz vor sexueller Gewalt geleistet.

Frage an Herrn Dr. Haumann:
Wie sieht konkret die Unterstützung der Bürgerstiftung Hellweg-Region aus?
Das Theaterstück, das an den einzelnen Schulen in jeweils 3 Schulstunden im Abstand von einer Woche veranstaltet wird, wird von Profis aufgeführt, die natürlich bezahlt werden müssen. Darüber hinaus werden vorab Informationsabende für Eltern mit den Akteuren stattfinden.
Wir haben ein großzügiges Budget zur Verfügung gestellt, sodass wir für die bisher angemeldeten Schulen sämtliche Kosten übernehmen können, denn wir sind ebenso wie der Kinderschutzbund überzeugt davon, dass es sich lohnt sich für dieses wichtige Thema zu engagieren.


Frage an Herrn Dr. Haumann und Herrn Meyer:
Können noch weitere Schulen an dem Projekt teilnehmen und wäre die Finanzierung auch hier möglich?
Wir freuen uns über jede Schule, die dieses auch Projekt durchführen möchte. Wir werden uns dafür einsetzen, dass auch diese an dem Projekt teilnehmen können.







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Birthe Vornweg
Birthe Vornweg
Geschäftsführerin

Tel.: 02921 / 393-555
Fax: 02921 / 36 72 90
Email: geschaeftsfuehrung@ buergerstiftung-hellweg.de
Tina Schwartze
Tina Schwartze
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